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Im Januar 1970 wurde ein Ständchen gespielt zum 80. Geburtstag von Altbürgermeister Karl Wilhelm. Musikalische Höhepunkte in diesem Jahr waren die Auftritte in Wurmlingen und Bodersweier. Im April 1971 stellte sich die Jugendkapelle unter Leitung von Franz-Xaver Lecheler bei einem Konzert der Trachtenkapelle erstmals der Öffentlichkeit vor und erntete für ihre gekonnten Darbietungen viel Beifall.

Im Jahr 1971 schlossen sich die Trachtenkapelle Schießen, die Fußballer und die Schützen zu einem Verein mit dem Namen „Sportfreunde Schießen e. V.“ zusammen. Ziel dieses Zusammenschlusses war es, mit gemeinsamer Kraft für alle Abteilungen geeignete Probe- und Übungsmöglichkeiten zu schaffen. 1. Vorstand des Gesamtvereins wurde Helmut Schneider.

Vom 16.06.-18.06.1972 fand in Schießen aus Anlass des Jubiläums der Fußballabteilung „25 Jahre Fußball“ in Schießen statt. Die Trachtenkapelle gestaltete bei diesem Fest am Freitag, dem 16.06. mit großem Erfolg einen bayerischen Bierabend im Festzelt, am Samstag unterhielt zuerst die Gastkapelle aus Bodersweier die Festgäste und wurde dann gegen 22.00 Uhr von der Trachtenkapelle abgelöst. Auch wenn das Wetter an diesen beiden Tagen nicht so schön war, konnte der Umzug am Sonntag doch bei Sonnenschein abgehalten werden. Am Sonntagabend stand ein großer „Bunter Abend“ auf dem Programm. Die Trachtenkapelle spielte im Anschluss an das Programm noch zum Festausklang bis ca. 24.00 Uhr.

Im Juli 1973 wurde die Trachtenkapelle nach Bodersweier zum 60jährigen Jubiläum des Musikvereins eingeladen. Bei diesem Ausflug durften zum ersten Mal die älteren Musiker aus der Jugendkapelle bei den Aktiven mitspielen. Für die betroffenen Jungmusikanten war dies natürlich eine riesige Sache. Die Trachtenkapelle gestaltete zusammen mit der Schuhplattlergruppe (die Gruppe wurde aus der Trachtenkapelle heraus gegründet) und dem Jodlerduo Annymarie und Annely Ramsauer einen bayerischen Unterhaltungsabend.

Am 13.11.1973 bei der Abteilungsversammlung der Trachtenkapelle gab Alfons Baur sen. aus gesundheitlichen Gründen die Abteilungsleitung ab. Als Nachfolger wurde Josef Neubauer gewählt. Da die Trachtenkapelle durch Austritte personell sehr geschwächt wurde, entschloss man sich, die Trachtenkapelle und die Jugendkapelle zu vereinigen. Im Frühjahr 1974, beim gemeinsamen Konzert mit der Trachtenkapelle verabschiedete sich die Jugendkapelle. Die Trachtenkapelle hatte nun eine Gesamtstärke von 35 Mann.

Die Jugendkapelle wurde mit einem sehr hohen Ausbildungsstand von Xaver Lecheler an Alfons Weithmann übergeben. Alle Musiker der Jugendkapelle waren im Besitz der A-Prüfung und noch heute bilden einige dieser Musiker das Korsett der gegenwärtigen Kapelle.

Die so gestärkte Trachtenkapelle stellte ihren Leistungsstand bei drei Wertungsspielen im Jahre 1974 unter Beweis. Man trat in der Unterstufe in Autenried und Bleichen an und konnte auf Anhieb jeweils einen 1. Rang mit Auszeichnung erreichen. Um so größer war dann die Enttäuschung als man sich beim Wertungsspiel in Unterelchingen „siegessicher“ mit einem 2. Rang begnügen musste.

Bei der Abteilungsversammlung im September 1974 trat Josef Neubauer von seinem Amt als Abteilungsleiter der Trachtenkapelle zurück. Als Nachfolger konnte Anton Butzmann gewonnen werden. Er führte die Kapelle mit viel Sachverstand und Weitblick durch die Aufbaujahre, denn wie sich nach dem Zusammenschluss der aktiven Kapelle und der Jugendkapelle zeigte, waren doch einige Interessenkonflikte auszutragen und zu überwinden.

Höhepunkt im Jahre 1975 war das 100-jährige Gründungsjubiläum der freiwilligen Feuerwehr Schießen vom 04.-06.07. Die Vorstandschaft der Feuerwehr schenkte, der noch jungen Trachtenkapelle das Vertrauen und übertrug ihr die Aufgabe der Festkapelle. Mit sehr viel Probenfleiß und einem gekonnt ausgewählten Repertoire stellte sich Alfons Weithmann mit seinen jungen Musikern dieser schönen Aufgabe und konnte den Anforderungen jederzeit gerecht werden. Die Rolle der Festkapelle gab den Musikern viel Selbstvertrauen und Sicherheit für ihre kommenden Auftritte. Zweiter Dirigent Robert Baur begann im Herbst 1975 mit der Ausbildung von 10 Buben und 8 Mädchen. Dies waren Baur Uwe, Weithmann Harald, Konrad Rainer, Mayer Paula, Konrad Elmar, Dunau Xaver, Weithmann Andrea, Baur Sabine, Miller Edith, Hetzelberger Claudia, Müller Margarethe, Gerstlauer Martin, Walter Sabine, Fritz Manfred, Weithmann Jürgen, Müller Gabi, Mayer Josef und Moll Helmut. Bereits zwei Jahre später meldeten sich weitere 14 Jungen und Mädchen um ein Instrument zu erlernen. Dabei waren waren Lecheler Uwe, Lecheler Alexander, Gerslauer Erich, Rueß Andrea, Moll Roswitha, Mayer Marianne, Schneider Sabine, Einsiedler Sabine, Mayer Susanne, Dunau Anton, Moll Martin, Pfenninger Christian, Gerstlauer Manfred und Thoma Erwin. Mit dem Zugang dieser Jugendlichen konnte wieder eine starke Jugendkapelle mit insgesamt 32 jungen Musikanten unter der Leitung von Robert Baur aufgebaut werden.

Am 03.02.1976 brachte die Kapelle ihrem Dirigenten Alfons Weithmann ein Ständchen zu seinem 25-jährigen Hochzeitsjubiläum. Das Frühjahrskonzert am 11.04.1976 im Saal des Gasthauses Krone wurde zusammen mit dem Musikverein aus Altheim gestaltet. Das abwechslungsreiche und sehr gut vorbereitete Programm fand viel Beifall bei den Zuhörern. Am 01.05 wurde wieder die schon traditionelle Maiwanderung durchgeführt. Viele Mitbürger aus Schießen schlossen sich der Trachtenkapelle an. Die Wanderung führt die lustige Schar über die Wannenkapelle nach Grafertshofen, von dort ging es über Biberachzell und die Ascher Säge zurück nach Schießen. Im selben Jahr wurde bei den Wertungsspielen in Gannertshofen und Meßhofen in der Unterstufe ein 1. Rang mit Auszeichnung erreicht.

Am 12.07.1976 begleitete die Trachtenkapelle die Künstler der „Südwest Starparade“ beim bunten Abend in Biberachzell. Bei der Abteilungsversammlung am 27.08.1976 wurde Georg Moll zum stellvertretenden Abteilungsleiter gewählt. Robert Baur, der dieses Amt bis dahin ausübte, konzentrierte sich auf die Jugendausbildung und seinen Dirigentenkurs. Am 14.11 wurde das neue Kriegerdenkmal in Schießen feierlich eingeweiht. Die Trachtenkapelle und der Männergesangsverein Roggenburg gaben diesem Fest einen würdigen Rahmen.

Am 08.05.1977 wurde in Unteregg die Restaurierung der St. Antonius-Kapelle gefeiert. Die Trachtenkapelle spielte zur Messe, die von Pfarrer Otto Goßner gelesen wurde.

Beim Bezirksmusikfest in Biberach nahm die Kapelle aufgrund der Erfolge in den vorherigen Jahren in der Mittelstufe am Wertungsspiel teil und erreichte einen guten 1. Rang. Der Auftritt zusammen mit dem Jodlerkönig Franzl Lang beim bunten Abend in Pfuhl war ein weitere Höhepunkt in diesem Jahr.

Die Einweihung des neuen Sportgeländes in Schießen und das 90-jährige Jubiläum der Trachtenkapelle waren die herausragenden Ereignisse im Jahr 1978. „Seit 90 Jahren Blasmusik – Trachtenkapelle Schießen feiert Jubiläum“. Den Auftakt der Festlichkeiten bildete am Freitag, den 30.06. ein Tanz- und Unterhaltungsabend mit der Spitzenkapelle „The five Blackies“. Am Samstag untermalten die Jugendkapellen aus Schießen und Wiesenbach einen Kindernachmittag mit Ballonwettbewerb. Den Festakt am Samstagabend gestalteten die Gastkapelle „Rheingold“ aus Dienheim und die Trachtenkapelle Illerzell. Am Festsonntag konnte bei schönem Wetter ein großer Umzug durchgeführt werden, an dem viele Kapellen und Gruppen teilnahmen. Zum Festausklang spielte die Stadtkapelle Weißenhorn.